Besondere Beiträge

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Ich lese im Laufe der Woche immer mal wieder interessante, spannende, ermutigende oder herausfordernde Blogposts und Artikel, die ich gerne mit euch teilen würde. Daher beginne ich heute die Serie „Besondere Beiträge“, in der ich die Links der jeweiligen Lesetipps verlinke. Vielleicht veröffentliche ich diese Serie immer freitags, da am Wochenende meist mehr Zeit zum Lesen ist.

Viel Spaß Euch bei der Lektüre, habt ein schönes und gesegnetes Wochenende!

 

Neues: Flohmarkt- Tauschecke

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Ihr Lieben,

ich habe eine neue Seite erstellt🙂 Hier findet ihr einige aussortierte Sachen meiner Kids und ich werde in den nächsten Tagen dort noch einiges veröffentlichen.

Ich freue mich auch über Tauschpakete, denn Tauschen finde ich eh immer toller. Ich suche Mädchenkleidung in der Größe 104 und Jungenkleidung (116-128), gerne aus Wolle, Seide, Baumwolle. Oder Bücher, Spielsachen (möglichst plastikfrei) etc.

Wer Interesse hat, der kann auf meinem Blog oben rechts die Kategorie „Flohmarkt-Tauschecke“ anklicken.

Alles liebe, eure Lena

Die Einschulung meines Sohnes

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Die Einschulung meines Sohnes war für mich bittersüß. Nicht so herb wie eine Zartbitterschokolade, eher wie der Geschmack einer Vollmilchschokolade. Ziemlich süß und trotzdem ein klitzekleines bisschen bitter. Ich würde sagen, der gesamte Kakaoanteil lag etwa bei 30 %.

Mindestens 70 %  war  jedoch Zucker. Vollrohrzucker versteht sich😉 Meinetwegen auch Kokosblütenzucker. Denn wir haben seine Einschulung zelebriert, als wäre sie seine Geburtstagsfeier. Wir haben das große Schulkind gefeiert, seinen großartigen Schöpfer und den neuen Lebensabschnitt. Am Tag der Einschulung war ich voller Freude und dies ist ein großes Wunder, bedenkt man doch die Tatsache, dass ich Konzepte wie Homeschooling oder besser noch Unschooling total toll finde.

Und wisst Ihr warum? Für mich ist Schule nicht örtlich oder zeitlich begrenzt. Das was in einem überfüllten Klassenzimmer von montags bis freitag, zwischen 8.00 und 12.00 Uhr passiert ist lediglich ein Bruchteil dessen, was ich Schule nenne. Die Schule des Lebens findet vor dem Gong, während des Unterrichts und nach dem Glockenschlag statt. Denn Schule ist Alltag. Oder Alltag ist Schule. Sie ist nicht nur in einem großen grauen Gebäude mit bunten Fensterbildern zu finden, sondern ebenso in der heimischen Umgebung, in und vor der Haustüre. Wenn wir zuhause das Getreide mahlen, das Mehl abwiegen, ein Bibelvers rezitieren, das Feuerwehrauto aus einer Milchpackung basteln, für unsere Flüchtlinge ein paar Wörter auf Arabisch oder Albanisch lernen, wenn wir Blumen pressen und mit Pflanzen färben- ja dann lernen wir ganz praktisch das Wissen, das uns die Welt erklärt.

Nach diesem Exkurs über meine Einstellung zu Schule im Allgemeinen (und ich könnte noch viel mehr darüber reden😉 ), versteht Ihr vielleicht was ich mit dem zartbitteren Geschmack der Einschulung meinte. Auf jeden Fall haben wir die Einschulung trotzdem richtig schön gefeiert. Seit Monaten schon habe ich versucht ziemlich positiv über die Schule zu denken und die Vorfreude zu steigern. Das hat ziemlich gut funktioniert, denn unser Großer geht (bisher) sehr gerne dorthin, was ich natürlich sehr erleichternd finde. Und seit er eingeschult ist, besuche ich auch Moms in Prayer. Kennt ihr diese Organisation?

Hier kommen Mütter zusammen, die in einem Gebetskreis für ihre Kinder beten. Eine Stunde lang ohne Unterbrechung. Füreinander, miteinander, zueinander. Dieser Kreis erinnert mich an meinen Lieblingsort in Israel. Dort fließt diese Quelle mitten in der Wüste und allein ihr Anblick schenkt mir schon Ruhe und Zuversicht. Die Gebete in diesem Frauenkreis sind wie das frische Quellwasser. Sie beleben und erfrischen mich so sehr, dass ich nach Hause kehre und mich so sehr mit dem verbunden fühle, der die Quelle des Lebens ist. Dessen lebendiges Wasser meinen Durst, meine Ängste und Sorgen um meine Kinder stillt und mein Herz reinwäscht. Irgendwie hat dieses gemeinsame Gebet eine enorme Kraft auf mich und ich bin so dankbar, dass ich in dieser Gemeinschaft Woche für Woche meine und andere Kinder umbeten kann. Natürlich mach ich es auch zu Hause, doch Moms in Prayer erlebe ich nochmal als zusätzliche Bereicherung.

Durch das regelmäßige Gebet für mein Schulkind, hat sich eine Ruhe in meinem Herzen ausgebreitet. Ich setze mich zwar weiterhin mit anderen Lernformen auseinander, bin aber gleichzeitig extrem dankbar für die tolle Schule und die freundlichen Lehrer meines Sohnes. Ich habe bisher den Eindruck, dass er schon viele nette Freunde kennen gelernt hat, wofür ich Gott sehr dankbar bin.

Ach ja. Die Schultüte ist mittlerweile zu einem Kissen mutiert. Wie das funktioniert hat, zeige ich Euch beim nächsten Mal🙂 !

 

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AHOI! Der große Pirat ist 6 geworden!

Hallo, ihr Lieben!

Im August, ein paar Tage vor seiner Einschulung, feierte unser Sohn seinen 6. Geburtstag! Er freute sich schon sehr auf diesen Tag und war total aufgeregt. Da meine Freundin aber genau an diesem Tag heiratete, musste ein guter Plan her. Wir entschieden uns bis zum Nachmittag den Geburtstag zu feiern und am Abend gingen mein Mann und ich auf die Hochzeit, während unsere Kinder mit den Großeltern eine schöne Zeit verbrachten. Am Tag darauf fand dann die große Piratenparty statt.

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Nun aber der Reihe nach.

Am Geburtstagsmorgen stellten wir uns extra den Wecker, damit wir vor unserem Sohn wach wurden. Unser Sohn ist eigentlich ein Frühaufsteher. Doch diesmal hatte er es nicht eilig und wir bereiteten noch in aller Ruhe die Pfannkuchen vor, die er sich zum Frühstück gewünscht hatte. Wir weckten ihn dann irgendwann mit einem Ständchen und auf seinem verschlafenen Gesicht machte sich ein großes Lächeln breit. „Ich habe heute Geburtstag“, rief er aus und lief schon ins Wohnzimmer. Denn er wusste, dass die Geschenke auf dem Tisch liegen würden. Da er schon den Schulranzen und einen Schreibtisch in den vorherigen Tagen bekommen hatte, lag auf dem Gabentisch noch ein kleines Geschenk. Nun freut er sich auf Regenwetter, damit er seinen Schirm ausführen kann.

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Nach dem Frühstück fuhren wir zu einem wunderschönen Hof in der Nähe, der einen großen Spielplatz hat. Hier können auch Tiere gefüttert werden und viele Leckereien genascht werden.

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Für das Geburtstagsshirt habe ich ein einfaches T-Shirt gekauft, dass ich dann aplliziert habe. Dafür benutzte ich ein paar Stoffreste von anderen Nähprojekten.

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Am liebsten waren die Kinder aber in der Scheune und sprangen auf den Heuballen herum. Am frühen Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Hause.

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Aber nur für kurz, denn wir schnappten unsere Fahrräder und den Geburtstagskuchen und fuhren in den Wald (der Transport des Kuchens war vielleicht eine Aktion!🙂 ). Dort fanden wir uns ein gemütliches Plätzchen für unser Picknick.

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Auf den Schoko-Nusskuchen wollte mein Sohn unbedingt einen Zuckerguss mit Streuseln haben. Ein Freund aus dem Kindergarten hatte so einen Belag beim letzten Geburtstag und mein Sohn fand, dass er toll aussah. Also erfüllte ich ihm seinen Wunsch und kaufte die Zutaten dafür ein. Was ich nicht wusste: Mein Sohn hatte gar nicht vor diese Glasur zu essen. Sie war lediglich zum „gut aussehen“ da. Aha!🙂 Ich hatte es mir eigentlich schon fast gedacht.

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Am nächsten Tag fand am Nachmittag der Kindergeburtstag statt. Wir erwarteten ein Haufen wilder Jungs und Mädchen, denn mit ihnen wollten wir die Piratenparty feiern. Die Mannschaft folgte der Einladung, die mein Sohn eine Woche vorher in Form von Flaschenpost verteilte.

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Nachdem die kleinen Piraten eintrudelten, wurden sie nach und nach etwas geschminkt und verkleidet. Die Farben Blau und Rot dominierten an diesem Nachmittag und die Kleinen gingen in ihrer Rolle sehr begeistert auf. Mein Mann, aka Captain Augenklappe, schnappte sich die Gitarre und wir sangen ein paar Lieder. Auch unser Mottolied (die Melodie ist von der kölschen Band Kasalla) wurde erlernt:

„Piraten- wild und Frei- 6 Jahre (Name des Großen), Ahoi! Rette sich wer kann, wir legen an, feiern heut ein großes Fest

Heyo! Hey Hey Ho!
Heyo! Hey Hey Ho!
Heyo! Hey Hey Ho!
Heyo! Hey Hey Ho!“

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Für die hungrige Meute gab es einen Bananenkuchen, der als Piratenschiff etwas dekoriert wurde. Dazu noch Obst, Gebäck und ein paar Goldtaler. Die Tischdeko und die Girlande gab es mal beim Discounter im Ausverkauf. Und die Pappbecher, Teller und Servietten hatte ich noch separat dazu gekauft.

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Nachdem die Piratenfreunde ihre Bäuche vollgeschlagen haben ging es raus in den Garten. Dort sollte die Piraten-Olympiade stattfinden. Captain Augenklappe hatte sich ein paar Spiele ausgedacht. Es gab zwei Teams (die Kids gegen meinen Mann) die um das Piratenschiff kämpften. Dort lag nämlich die Schatzkiste versteckt und diese sollte erobert werden. Bei dem Spielen ging es um Schnelligkeit, Geschick und Teamgeist. Die Kleinen hatten so ein Spaß und halfen sich gegenseitig. Mein Liebster hat die „Olympiade“ total gut organisiert und durchgeführt und damit allen Kindern eine große Freude bereitet. Natürlich haben die Piratenfreude die Flotte erobert und waren ganz stolz auf ihren Schatz.

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Der Kindergeburtstag war wunderschön und ich bin dankbar, dass am Nachmittag die Sonne rauskam. Denn am Morgen wurden wir beim Open-Air Gottesdienst alle nass, was wirklich sehr schade war. Was für ein besonderes Wochenende mit Geburtstag, Hochzeit, Einschulungsgottesdienst und Piratenparty! Ein paar Tage später fand dann die Einschulung statt. Und wenn sie euch interessiert, zeige ich davon auch noch gern ein paar Bilder.

Habt ein schönes, sonniges Wochenende!

Zurück aus der Sommerpause :)

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Hallo, ihr Lieben!!!

Ich bin wieder da und was soll ich sagen: Die Sommerpause hat mir sooo gut getan. Ich bin wochenlag nicht auf meinem Blog gewesen, was ich mir in den letzten zwei Jahren gar nicht vorstellen könnte. Aber ich brauchte diese Stille hier. Für mich und für die Familie. Denn unser Alltag war alles andere als ruhig und erforderte meine ganze Energie.

Ich habe viel geschrieben, während meine Familie die Sommerferien im Freibad, im Garten oder mit Freunden auf der Wiese genießen konnte. Mein Mann hat mich sehr unterstützt, wie er es auch all die letzten Jahre tat. Immer wieder segnete er mich und betete für Mut und Durchhaltevermögen. Immer wieder vergab er meine Ungeduld, bevor ich mich noch entschuldigte. Immer wieder nahm er mich in den Arm und trocknete meine Tränen. Er kümmerte sich um unsere Kinder und weil wir unser Schulkind vom Kindergarten verabschiedeten und unsere Tochter gerne zuhause bei ihrem Bruder bleiben wollten, hatten auch unsere Kinder sechswöchige Ferien.

Zwei Wochen lang habe ich dann fast gar nicht gelernt. In Italien, als wir zu viel Eis aßen, jeden Tag Mittagschlaf hielten und ich zur Abwechslung mal keine wissenschaftlichen Bücher las. Mein Mann spielte gern Beachvolleyball, die Kids lernten Schwimmen und bauten Sandburgen und ich- ich wollte nur ruhen. Ich hatte auch meine Sportsachen nicht eingepackt. Uups…. „vergessen“! Obwohl ich Entspannen konnte, war mein Herz doch sehr oft rastlos, unruhig und gereizt. Vielleicht lag es daran, dass ich den Fehler gemacht hatte und einige Lernsachen im Rucksack dabei hatte. Beim Sport hatte ich kein schlechtes Gewissen, weil die Sportschuhe fehlten. Bei der Abschlussarbeit war es anders. Sie wartete auf mich, während ich reihenweise Wassermelonen vernaschte und die Zubereitung des Espressos zelebrierte. Zwar wartete sie vergebens aber sie wartete.

Zurück aus dem Urlaub, musste ich mich der Tatsache stellen, dass mein Großer eingeschult wird. Es war soweit. Innerhalb von fünf Tagen feierten wir Geburtstag und Einschulung. Es war eine sehr emotionale Woche und trotzdem fühlte ich sowas wie  Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt. Gott hatte mich besser darauf vorbereitet, als ich es von mir aus geschafft hätte. Die Einschulung war wunderschön, voller Begeisterung und wir kamen aus dem Feiern gar nicht mehr raus. Ich weiß gar nicht, ob Ihr daran noch Interesse habt, sonst schreibe ich einen extra Post darüber (und auch über den 6. Geburtstag).

Wir genießen den Spätsommer sehr. Die heißen Tage machen den Alltag in unserer Wohnung zwar etwas mühsam aber dafür sind wir viel draußen. Der Schatten der Bäume und das kühle Wasser des Baches erfrischen uns und sorgen für wunderschöne Momente in der Natur. Die Fahrradtouren mit der Familie genieße ich gerade besonders. Unsere Kleine macht das schon so gut, dass wir jetzt tatsächlich alle selbstständig fahren. Jeder auf seinem Rad. Wann bitte, sind meine Kids so schnell groß geworden? Unglaublich.

Und doch vergeht unser Alltag gefühlt nicht so schnell und ich erinnere mich an viele Momente, die schon lange her sind. Die Familienfreizeit im Juli, als wir mit meiner Großfamilie im Garten meiner Eltern zelteten. Die Geburt meiner süßen Nichte, am Geburtstag meiner Mutter. Oder der letzte Kindergartentag meines Sohnes und wie er mir stolz sein Häuschen aus Lehm und Stein präsentierte. Immer wieder versuche ich anzuhalten. Zu pausieren. Meinen Schöpfer zu danken. Für das Leben. Seine Gnade. Und seine unendliche Liebe. Und damit entschleunige ich das rasante Tempo um mich herum und fokussiere mich auf das Wesentliche.

Dieser Sommer scheint langsam zu Ende zu gehen, um den Herbst mit seinen wunderschönen Farben Einzug zu gewähren. Und doch fühlt er sich für mich lange an. Genauso, wie meine Blogpause. Nun bin ich wieder froh hier zu sein, um für Euch und mich zu schreiben und von euch zu lesen.

Danke, dass Ihr hier immer wieder reinschaut. Ich bin gespannt, was Gott mir in den nächsten Monaten aufs Herz legt,

eure Lena

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